Villingen-Schwenningen CDU stellt Kauder erneut ein Ultimatum

Villingen-Schwenningen / LSW 29.07.2013

Im Streit um die Bundestagskandidatur stellt die CDU ihrem Noch-Abgeordneten Siegfried Kauder (62) ein Ultimatum. Kauder könne sich bis heute zu den Vorwürfen und dem ihm drohenden Parteiausschluss äußern, bekräftigte der CDU-Kreisvorsitzende Andreas Schwab am Samstag in Villingen-Schwenningen. Lasse Kauder diese letzte Frist verstreichen, werde das Verfahren zum Parteiausschluss in Angriff genommen. Einen konkreten Zeitplan hierzu gebe es noch nicht. Die CDU wirft ihrem langjährigen Abgeordneten "parteischädigendes Verhalten" vor und will ihn ausschließen. Dieser selbst mochte sich am Samstag nicht äußern.

Kauder, Bundestagsabgeordneter der CDU im Wahlkreis seit 2002 und 20 Jahre Chef der Kreis-CDU, tritt bei der Wahl im September gegen den offiziellen CDU-Bewerber Thorsten Frei (39) an. Bei der Nominierung im vergangenen November hatte die Parteibasis Kauder die Gefolgschaft verweigert und mit großer Mehrheit Frei zum Kandidaten gekürt.

Weil der 62-Jährige nun auf eigene Faust zu der Wahl antritt, haben bereits Baden-Württembergs CDU-Vorsitzender Thomas Strobl und auch Unions- Fraktionschef Volker Kauder den Parteiausschluss gefordert. Volker Kauder ist der ältere Bruder Siegfried Kauders. Sie sind das einzige Geschwisterpaar im Bundestag.