Gundelsheim Castor-Gegner steigen in den Neckar und ketten sich an Brücke

Atomkraftgegner auf dem Neckar.
Atomkraftgegner auf dem Neckar. © Foto: dpa
dpa 11.10.2017
Friedlich aber sichtbar wollen AKW-Gegner im Südwesten gegen die erneute Beförderung von hoch radioaktivem Müll auf dem Neckar protestieren. Das dritte Castor-Spezialschiff ist unterwegs.

Aus Protest gegen den Castor-Transport auf dem Neckar sind vier Atomkraftgegner in Gundelsheim in den Fluss gestiegen. Dabei trugen sie gelbe Neoprenanzüge und hatten ein Transparent mit der Aufschrift „Stoppt Castor“ bei sich. „Wir werden uns jetzt mit Booten der Wasserschutzpolizei annähern, um die Schwimmer aus dem Wasser zu bekommen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Den AKW-Gegnern zufolge ketteten sich zudem mehrere Demonstranten auf einer nahen Neckarbrücke an. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass solche Transporte unterbleiben sollten“, sagte Herberth Würth, der Sprecher des Aktionsbündnis „Neckar castorfrei“, der Deutschen Presse-Agentur. Das Spezialschiff sei noch etwa 30 Fahrminuten entfernt und werde durch die Aktion nicht gefährdet.

Der sogenannte Schubverband hatte am Mittwoch gegen 5.35 Uhr am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim abgelegt. Die Polizei bewacht den Castor-Transport auf der etwa 50 Kilometer langen Strecke nach Neckarwestheim unter anderem mit Booten, einem Hubschrauber und Einsatzkräften am Ufer.