Stuttgarts Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle (Grüne) beklagte, dass Eltern und Kinder die Last tragen müssten. Die Kommune spare Geld durch den Streik, Eltern sollen Gebühren daher auch zurückbekommen.

Schwerpunkte des Kita-Ausstandes waren gestern die Regionen Stuttgart und Mannheim. Streiks gab es aber nach Angaben der Gewerkschaft Verdi auch in Karlsruhe, den Kreisen Esslingen und Göppingen. Zudem legten wieder Beschäftigte, darunter auch Sozialarbeiter, in Karlsruhe, Heilbronn, Pforzheim, Ulm, Schwäbisch Gmünd, Aalen und Offenburg die Arbeit nieder. Bundesweit waren laut Verdi gut 40.000 Erzieher im Ausstand.

Am Freitag und Montag waren bereits Hunderte Kitas im Land geschlossen geblieben. Eltern müssen sich bundesweit wohl noch die ganze Woche nach Alternativen für die Betreuung ihrer Kinder umschauen. Ausnahme: Donnerstag, denn der ist ein Feiertag. "Wir werden weiter zulegen, wenn kein Angebot der Arbeitgeber kommt", sagte Verdi-Sprecher Andreas Henke. Verdi und GEW fordern eine bessere Eingruppierung von Erzieherinnen und Sozialarbeitern - im Schnitt geht es etwa um zehn Prozent mehr Lohn und Gehalt.