Baden-Baden Breymaier (SPD) gegen Prostituiertenschutzgesetz

Baden-Baden / KNA 06.10.2016
SPD-Landesvize Leni Breymaier hat das neue Prostituiertenschutzgesetz kritisiert, weil es Frauen nicht ausreichend schütze.

SPD-Landesvize Leni Breymaier hat das neue Prostituiertenschutzgesetz kritisiert, weil es Frauen nicht ausreichend schütze. 90 Prozent der Prostituierten in Deutschland seien Osteuropäerinnen in Zwangs- und Armutsprostitution, sagte Breymaier am Aktionstag gegen Prostitution dem Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden. Sie ist zugleich Vorsitzende des Stuttgarter Vereins „Sisters“, der Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution unterstützt. Breymaier sagte, inzwischen gingen selbst Abiturienten in der Gruppe ins Bordell.

Frauen müssten für 30 Euro alles machen, was die Männer wollen. „Mit welchem Menschenbild schicken wir diese jungen Männer in die Welt hinaus?“, fragte die Politikerin.

Das Gesetz soll im Juli 2017 in Kraft treten. Prostituierte müssen sich anmelden und Bordellbesitzer Vorgaben erfüllen. Ferner ist eine Kondompflicht vorgesehen.

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