Die Moschee der Milli Görus-Gemeinde in Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) war Ziel eines Brandanschlags. Unbekannte Täter warfen nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei in der Nacht zum Freitag gegen 2 Uhr drei Molotowcocktails durch die Fensterscheiben im Erdgeschoss. Dabei seien „erhebliche Verrußungen“ entstanden. Der im Haus wohnende Imam habe das Feuer löschen können. Danach informierte er die Polizei, deren Revier nur ein paar Schritte entfernt ist.

Der Sachschaden wurde auf 5000 Euro geschätzt, Verletzte gab es nach offiziellen Angaben nicht. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung eingeleitet. Die Hintergründe seien völlig offen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

„Es ist pures Glück, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind“, erklärte Bekir Altas, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görus. Er sprach von einem „feigen und niederträchtigen Angriff“.

Die Islamische Gemeinschaft in Lauffen hat rund 200 Mitglieder. Ihre Moschee mit Gemeinschafts- und Fortbildungsräumen befindet sich in einem früheren Ladengeschäft, sie ist benannt nach dem Arzt und Gelehrten Aksemseddin.