Der katholische Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, ist ein Fan der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg. „Ich bewundere Greta Thunberg, und ich finde es gut, dass der Papst sie trifft“, sagte Fürst der Deutschen Presse-Agentur. Thunberg habe es in kurzer Zeit geschafft, eine für die Zukunft der Menschheit entscheidende Herausforderung weltweit ins Bewusstsein der Jugend zu bringen und Druck auf die Politik auszuüben. „Das begrüße ich sehr.“

Die 16-Jährige ist nach Rom gereist, wo sie am Mittwoch Papst Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz begrüßen kann. Die Schülerin streikt seit August 2018 für mehr Klimaschutz weltweit. Ihr Protest hat Menschen in der ganzen Welt inspiriert, freitags auf die Straße zu gehen, um für eine strengere Klimapolitik einzutreten. Franziskus engagiert sich ebenfalls für dieses Thema. 2015 veröffentlichte er eine Enzyklika zu Umweltfragen („Laudato Si“) und bezeichnete Leugner des Klimawandels als „dumm“.

Auch der evangelische Landesbischof Frank Otfried July lobte Thunberg: „Ich bin beeindruckt, dass da eine junge Frau einen kreativ-eigenständigen Weg gefunden hat in der Umweltdebatte.“ Dies mache Mut in einer Zeit, in der viele sagten, dass sie ohnehin nichts ändern oder bewegen könnten. „Auf Dauer könnten man die Demonstrationen aber auch samstags außerhalb der Schulzeit machen“, gab July zu bedenken.

Der württembergische Landesbischof hat eine 13-jährige Enkeltochter, die ebenfalls zu Thunbergs Bewunderern gehört. Sie habe einen Brief an Angela Merkel (CDU) zum Thema Klimaschutz geschrieben und ihn gebeten, diesen Brief persönlich der Bundeskanzlerin zu überreichen, sagte July. „Das muss ich jetzt auch machen.“