Elektrifizierung Bis 2025 sollen 90 Prozent der Züge mit Strom fahren

Aktuell fahren auf der Südbahn noch Dieselloks. Bis 2023 soll sich das geändert haben.
Aktuell fahren auf der Südbahn noch Dieselloks. Bis 2023 soll sich das geändert haben. © Foto: dpa
Stuttgart / Roland Muschel 06.04.2018
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann legt dem Kabinett ein Konzept zu Elektrifizierung des Bahnnetzes vor.

Die Landesregierung will die Elektrifizierung des baden-württembergischen Schienennetzes in drei Stufen vorantreiben. Allein bis 2023 soll sich der Anteil der elektrisch erbrachten Zugkilometer von derzeit 74 auf dann 87 Prozent erhöhen, in einem zweiten Schritt dann bis 2025 auf über 90 Prozent. Bis zum fast vollständigen Verzicht auf fossile Brennstoffe rechnet Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) allerdings mit rund 20 Jahren. Das geht aus einem Konzept des Ministers hervor, das der SÜDWEST PRESSE vorliegt. Es soll am Dienstag vom Kabinett beschlossen und am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Rund eine Milliarde investiert

Im ersten Schritt sollen größtenteils bis 2023 sechs Elektrifizierungsprojekte umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um die Südbahn, die Allgäubahn, die Breisgau S-Bahn, die Regionalstadtbahn Neckar-Alb, die Schönbuchbahn und die Hochrheinbahn. Dafür sind Investitionen von rund einer Milliarde Euro geplant; den Großteil übernimmt der Bund, 280 Millionen Euro das Land.

Bei der zweiten, bis 2025 geplanten Tranche handelt es sich vor allem um Lückenschlüsse im elektrisierten Netz. Dazu zählen Hohenlohebahn, Zollernbahn, Nagoldtalbahn, Hermann-Hesse-Bahn, Bodenseegürtelbahn und Ringzug Schwarzwald-Baar-Heuberg. Zur dritten Gruppe, die den Plänen zufolge erst nach 2030 zum Zug kommt, zählen Donautalbahn, Taubertalbahn und Brenzbahn.

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