Stuttgart Bildungsplan: Erneut Proteste mit Übergriffen

Stuttgart / LSW 30.06.2014

Der Streit um das Thema sexuelle Vielfalt im Unterricht gewinnt wieder an Schärfe. Bei Demos für und gegen das Vorhaben der Landesregierung, Schülern eine Akzeptanz für verschiedene sexuelle Orientierungen zu vermitteln, ist es zu Auseinandersetzungen gekommen. Rund 100 Personen, die die Polizei dem linken Spektrum zuordnet, hätten sich in Stuttgart unter die Demonstranten gemischt.

800 Polizisten waren im Einsatz, 100 Menschen wurden kurzzeitig festgenommen. Nach tumultartigen Szenen sahen sich die Polizisten eigenen Angaben zufolge gezwungen, Pfefferspray und Schlagstöcke einzusetzen. Verletzt wurde bei diesen Zusammenstößen wohl niemand. Wenig später wurde allerdings ein Fußgänger durch einen geworfenen Böller leicht verletzt.

Unter dem Motto "Ehe und Familie" hatte ein Bündnis aus konservativen und religiösen Gruppen zur Kundgebung gegen den Bildungsplan aufgerufen. Das Bündnis kämpft gegen das Vorhaben von Grün-Rot, das Thema sexuelle Vielfalt im neuen Bildungsplan stärker zu verankern. Die Schule müsse die Sexual- und Werteerziehung den Eltern überlassen, forderten die Koordinatoren.Gleichzeitig hatten die Grüne Jugend und das "Netzwerk gegen Rechts Stuttgart" zu einer Gegendemo aufgerufen. Es gehe darum, gegen "rechte Hetze und fanatische Stimmungsmache" Flagge zu zeigen, betonten sie. ÈZX]

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