Land am Rand Beton für Meise und Co.

Ob gekauft oder selbst gebaut: Vogelhäuschen helfen heimischen Vögeln.
Ob gekauft oder selbst gebaut: Vogelhäuschen helfen heimischen Vögeln. © Foto: Thomas Kiehl
Stuttgart / Alfred Wiedemann 04.09.2018

Nicht nur für Menschen wird
die Wohnungssuche immer schwieriger. Auch viele Vögel haben ihre liebe Not, weil na­türliche Höhlen im Wald und
in den Gärten knapp, Fassaden immer öfter versiegelt und alte Bäume kaum zu finden sind.
Vogelkästen sind deshalb sehr
gefragt als Winterquartiere.
So ein Kasten ist einfacher gebaut als ein Haus, man braucht keine Handwerker, nur Holz und Bauplan. Den gibt es vom Deutschen Jagdverband, der dazu noch einige Tipps hat
für alle, die den Vögeln helfen wollen.

Mit dem Bauen und Aufhängen der Vogelhäuschen ist es ja nicht getan. Putzen gehört auch dazu. Die Ersatzhöhlen müssen mit kochendem Wasser oder eine Kochsalzlösung ausgebürstet werden, damit sich keine Läuse, Milben und Zecken einnisten. Für das Säubern und Reparieren sei jetzt die richtige Zeit, sagt der Jagdverband, nach der Brutsaison und noch bevor Meise, Sperling und Kleiber ihre Winterunterkunft beziehen wollen. Haben sich schon Fledermäuse eingenistet, soll man das Putzen doch lieber aufs zeitige Frühjahr verschieben.

Wer Vögeln ein besonderes Wohnerlebnis bieten möchte, greift zu Kästen aus Holzbeton, rät der Jagdverband. Die Kästen sind  zwar schwerer und lassen sich eher nicht selber herstellen. Sie halten aber ewig. Und ihr Materialmix sorge für eine ideale Raumfeuchte. Im Sommer sei die Gefahr von Hitzeschäden bei den Jungvögeln dann viel geringer als im Holzkasten. Beton statt Holz – der Tipp für Naturliebhaber also.

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