Hochhaus Baustopp nach Insolvenz: Riesiges Wohnhaus könnte weitergebaut werden

Oben ist noch frei: der Gewa-Tower in Fellbach. 
Oben ist noch frei: der Gewa-Tower in Fellbach.  © Foto: dpa
Fellbach / lsw 24.11.2016

Am Gewa-Tower, dem riesigen Hochhaus in Fellbach, könnte bald weitergebaut werden. Es gebe Interessenten an dem Bauvorhaben, teilte der Insolvenz-Verwalter Ilkin Bananyarli von der Anwaltskanzlei Pluta mit.

Der Gewa-Tower wäre mit 107 Metern eines der höchsten Wohnhäuser in Deutschland. Der Rohbau ist fertig, im Herbst 2017 sollten die Wohnungen bezugsfertig sein. Wegen Finanzierungslücken hatte die Projektgesellschaft Gewa 5 to 1 GmbH & Co kürzlich Insolvenz angemeldet.

„Ich werde schnellstmöglich mit allen Beteiligten Gespräche führen und die Möglichkeiten des Weiterbaus des Gewa-Towers prüfen“, sagte Bananyarli. Am Dienstag hatte er die bisherigen Verantwortlichen getroffen. Zuvor hatte sich einer der Gewa-Geschäftsführer, Mark Warbanoff, vorsichtig optimistisch über die Aussichten geäußert. „Insolvenz heißt nicht immer gleich Tod, sondern es wird eine Möglichkeit gesucht, in geordnete Bahnen zu kommen.“

Zwar seien bereits 45 von 66 Eigentumswohnungen verkauft, sagte Warbanoff. Aber nicht die in oberen Etagen – also die deutlich teureren Wohnungen. Zur Pleite seiner Firma sagte Warbanoff: „Wir sind ein Familienunternehmen aus der Region, die Insolvenz tut uns weh.“

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