Hinzu komme noch die Vergütung der Überstunden der 16 300 Polizisten, die zwischen dem 14. und dem 24. Februar im Schlossgarten im Einsatz waren, sagte der Sprecher von Innenminister Reinhold Gall (SPD).

Für die Arbeiten am Bahnprojekt Stuttgart 21 hatten die Polizisten am 15. Februar den Schlossgarten geräumt. Knapp 1300 Projektgegner hatten dort gegen unmittelbar bevorstehende Baumrodungen protestiert. Die Bahn hatte angekündigt, noch im Februar im Schlossgarten 108 Bäume fällen und 68 Bäume versetzen zu lassen. Um nach der Räumung des Geländes auch diese Arbeiten zu schützen, waren nach dem 15. Februar noch Polizeibeamte im Einsatz gewesen.

Zweieinhalb Monate später als geplant hat die Bahn unterdessen die Aufträge für Tunnel und den Tiefbahnhof vergeben. Das Volumen der Aufträge betrage 800 Millionen Euro, teilte der Konzern am Dienstag in Berlin mit. Den Zuschlag für den Rohbau des Tiefbahnhofs samt Umleitung des unterirdischen Nesenbachs erhält eine Bietergemeinschaft unter der Leitung der Stuttgarter Firma Züblin; dieser Auftrag beläuft sich auf 300 Millionen Euro.

Die Zuführung von den Stadtteilen Bad Cannstatt und Feuerbach zum Tiefbahnhof geht an die Firma Hochtief (Essen) und eine Bietergemeinschaft unter Leitung des Stuttgarter Bauunternehmens Baresel. Die Bahn rechnet mit insgesamt 500 Millionen Euro Baukosten.

Infrastrukturvorstand Volker Kefer betonte, die Vergaben lägen im Kostenrahmen. "Damit haben wir das vor der Volksabstimmung angekündigte Vergabeziel erreicht." Die Kostensituation für das 4,1 Milliarden Euro teure Projekt habe "sich weiter stabilisiert".