Land am Rand Baden und duschen im Wald

Wanderer im Wald. Oder sind’s Waldbader?
Wanderer im Wald. Oder sind’s Waldbader? © Foto: Giacinto Carlucci
Bad Wildbad / Petra Walheim 24.08.2018

Wasserscheue und Seifenhasser aufgepasst! Die Rettung naht. Im Schwarzwald entwickelt sich gerade ein neuer Trend, der allen entgegenkommen könnte – zumindest dem  Namen nach –, die nicht so gern mit Wasser und Seife zu tun haben: das Waldbaden. Gemeint ist das
Baden in der guten Luft sowie in den ätherischen Ölen und den Terpenen, die die Bäume ausscheiden. Terpene sind
Botenstoffe, die beim Menschen das Immunsystem anregen, Angstzustände und Depressionen abmildern können. Das
zeigen aktuelle Forschungs­ergebnisse.

Der Kurort Bad Wildbad im Nordschwarzwald ist in Sachen Waldbaden ganz vorne, obwohl das Baden im Wald auch im Nationalpark Schwarzwald angeboten wird. Bad Wildbad setzt noch einen drauf und lädt auf seinem Hausberg ein zum Besuch des angeblich ersten Waldbadezimmers Deutschlands.

Wanderer, die auf dem Sommerberg und dort auf dem Märchenweg „Das kalte Herz“ unterwegs sind, können abzweigen und stehen alsbald vor einer alten Holztür mit der Aufschrift „Waldbadezimmer“. Die Tür steht etwas verlassen und frei in der Landschaft.

Wer sie öffnet, tritt ein in das Badezimmer im Wald und findet zwei Badewannen aus Holz vor. Es sind ausgehöhlte Baumstämme, in die locker zwei Erwachsene und zwei Kinder passen. Familien-Baden ist genauso möglich wie Single-Baden. Wer drin liegt, kann genießen. Die Ruhe im Wald, den Duft der Bäume – und das alles in dem Bewusstsein, dass die Terpene dem Körper guttun.

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