Es bestehe der Verdacht, dass das Mädchen direkt nach der Geburt getötet wurde, teilte die Polizei am gestrigen Donnerstag mit. Die Leiche des Babys sei am Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern gefunden worden.

Der Säugling war nach einer ersten Einschätzung der Gerichtsmediziner vermutlich sieben bis zehn Tage zuvor gestorben. Wo genau er ins Wasser gelangte, war zunächst noch unklar: Weil der Rhein und seine Zuflüsse derzeit sehr viel Wasser führen, kämen sowohl Deutschland als auch die Schweiz infrage. Die deutsch-schweizerische Grenze verläuft am Fundort durch den Rhein.

Die Ermittler suchen nun Frauen, die bis vor kurzem schwanger waren und jetzt ohne Baby unterwegs sind. "Wir sind dabei auf die Mithilfe und Hinweise der Bevölkerung angewiesen", sagte Polizeisprecher Paul Wißler. "Wir versuchen jetzt an die Mutter heranzukommen." Wenn eine Frau nicht plausibel erklären könne, wo ihr Kind geblieben sei, "werden wir Nachweise suchen, ob das tote Baby zu ihr gehört".

Noch am Fundtag, am Mittwoch, hatten Rechtsmediziner die Leiche des Säuglings obduziert. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Deutsche und Schweizer Polizisten arbeiten in dem Fall zusammen.