Aussichtstürme Ausflugstipp: Aussichtstürme im Südwesten

Etwas Kondition ist gefragt fürs Ausflugsziel Rossbergturm bei Gönningen.
Etwas Kondition ist gefragt fürs Ausflugsziel Rossbergturm bei Gönningen. © Foto: Manfred Grohe
Madeleine Wegner 03.01.2018
Warum eigentlich geht es immer nur im Frühling, Herbst und Sommer auf einen der zahlreichen Aussichtstürme?

Zugegeben, für diese Ausflüge sind etwas Kondition oder Ambition nötig. Doch der sportliche Aufstieg auf einen der zahlreichen Aussichtstürme im Land wird mit  grandiosen Ausblicken belohnt: Von manchen Türmen reicht der Blick bei schönem Wetter bis zu den Alpen.

So auch vom 28 Meter hohen Turm auf dem Rossberg am Albtrauf beim Reutlinger Stadtteil Gönningen. Schon beim Aufstieg wird einem selbst bei winterlichen Temperaturen warm: Der Rossberg selbst hat eine Höhe von 869 Metern über Meeresspiegel. Hier oben hat der  Schwäbische Albverein 1913 – zu seinem 25-jährigen Bestehen – einen Turm in Gussbeton-Bauweise errichtet. Schon damals gab es im  Turm ein Wanderheim – mit jeweils einem Zimmer pro Stockwerk. In den 1930er- und 1960er-Jahren wurde das Wanderheim erweitert. Derzeit ist das Rossberghaus samt Gaststätte Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 20 Uhr geöffnet (Telefon 07072-7007).

Vom Parkplatz Roßfeld unterhalb des Turms sind es etwa 20 Minuten hinauf zum Rossberghaus. Wer noch ein Festtagspfündchen mehr loswerden möchte, lässt das Auto am Schützenheim Gönningen stehen und nimmt einen der beiden ausgeschilderten, schönen Wanderwege (3 und 3,5 Kilometer), die sich den Wald hinauf zum Rossberg schlängeln. Nach gut einer halben Stunde erreicht man so das Rossberghaus.

Der beeindruckende Blick vom Turm geht ins Albvorland:  Richtung Nordosten über die Achalm bis zum Hohenstaufen und Richtung  Südwesten über den Farrenberg, den Hirschkopf mit dem  gewaltigen Erdrutsch zum Dreifürstenstein und Hohenzollern. Bei guter Sicht  ist in der Ferne sogar ein großes Stück der Alpenkette zu sehen.

Der Rossberg-Turm ist einer von 28 Aussichtstürmen des Schwäbischen Albvereins. Viele davon sind auch im Winter geöffnet, so zum Beispiel der Kernenturm im Remstal (Rems-Murr-Kreis) und der Uhlbergturm bei Filderstadt-Plattenhardt (Kreis Esslingen), der samstags von 13 bis 17 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr begehbar ist. Der Eselsbergturm bei Vaihingen/Enz-Ensingen (Kreis Ludwigsburg) ist sonn- und feiertags geöffnet. Auf der Burg Teck bei Owen (Kreis Esslingen) gibt es auch eine Gastwirtschaft und Übernachtungsmöglichkeiten.  Der Turm ist Mittwoch bis Sonntag geöffnet (auch feiertags) von 10 bis 17 Uhr. Auch auf ehemaligen Truppenübungsplätzen gibt es Aussichtstürme: beispielsweise Waldgreut und Hursch (beide auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Römerstein-Zainingen im Kreis Reutlingen) und Heroldstatt im Alb-Donau-Kreis. Während der Wintermonate ist der Schlüssel gegen Kaution erhältlich. Weitere Infos gibt es im Internet unter tuerme-wanderheime.albverein.net.

Auch der Schwarzwald bietet viele Möglichkeiten mit Weitblick: So kann man vom Hünersedelturm auf dem 744 Meter hohen Hausberg von Freiamt (Kreis Emmendingen)  auf die Rheinebene, die Vogesen und den Schwarzwald schauen. Die Benutzung ist jederzeit möglich. Und vom Aussichtsturm Hohe Möhr bei Schopfheim (Kreis Lörrach) kann man bei schönem Wetter auf die Schweizer Alpenkette, den Jura und die Vogesen blicken. Auch dieser Turm ist frei zugänglich.