Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE soll sich das Vorhaben um mehr als 40 Millionen Euro auf Gesamtkosten von 226 Millionen Euro verteuern. Darüber wird am heutigen Montag der Lenkungskreis informiert, in der Bahn und Politik sich über die großen Bahnvorhaben im Land auseinandersetzen. Das Ministerium führt unter anderem Schwächen in der Vorplanung, neue Erkenntnisse über problematische Bodenverhältnisse und höhere Aufwnedungen bei dne Kabeltrassen als Gründe für die Verzögerung und Verteuerung ins Feld.

Gegenüber der SÜDWEST PRESSE bestätigte der Ulmer Landtagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Rivoir diesen Sachverhalt, der Wasser auf die Mühlen der Gegner des Milliardenprojekts Stuttgart-Ulm (Tiefbahnhof S 21 in Stuttgart und Neubaustrecke Wendlingen-Ulm) liefern dürfte. Die Kritiker hatten stets die Befürchtung geäußert, die Elektrifizierung der Südbahn könnte auf der Strecke bleiben, weil S 21 zu viele Mittel und Kräfte bindet. Rivor, ein entschiedener Befürworter von Stuttgart 21 und Neubaustrecke, übt Kritik an den Planung der Bahntochter DB-Netz. "Ich bin ziemlich erschüttert, man muss an den Fähigkeiten der Bahnplaner zweifeln. Seit 175 Jahren werden jetzt Bahnstrecken gebaut. Eigentlich müsste sie es inzwischen können."