Rastatt Auftakt zum Ausbau der Rheintalbahn

Rastatt / LSW 29.07.2013
In Rastatt-Niederbühl beginnen morgen, am Dienstag, die Arbeiten für die Neubaustrecke der Rheintalbahn von Karlsruhe nach Basel.

In Rastatt-Niederbühl beginnen morgen, am Dienstag, die Arbeiten für die Neubaustrecke der Rheintalbahn von Karlsruhe nach Basel. Kernstück des 17 Kilometer langen Stücks zwischen Bashaide und Rastatt-Süd ist der 4,27 Kilometer lange Tunnel unter der Stadt Rastatt, dem Fluss Murg und der Autobahn 5. Dadurch sollen Fahrzeiten reduziert und neue Kapazitäten für den Nah- und Regionalverkehr geschaffen werden. Die Arbeiten für die Hochgeschwindigkeitstrasse entlang der bestehenden Strecke sollen an diesem Abschnitt bis 2022 dauern, er soll 700 Millionen Euro kosten, davon entfallen allein 500 Millionen Euro auf den Tunnel.

Bevor die Trasse südlich von Rastatt die A5 unterqueren kann, muss eine Grundwasserwanne gebaut werden. Sie soll verhindern, dass Grundwasser auf die Strecke fließt. Der Spatenstich für diese Wanne soll am Dienstag den offiziellen Start markieren. Die Rheintalbahn ist neben Stuttgart 21 das größte Bahnprojekt in Baden-Württemberg. Geplant ist, die seit Jahren stark überlastete Schienenstrecke Karlsruhe-Basel von zwei auf vier Gleise zu erweitern. Die ganze Strecke ist 182 Kilometer lang; sie soll bis 2025 fertig sein.

Die Rheintalbahn zählt zu den meist befahrenen Strecken in Deutschland und zu den ältesten Eisenbahnstrecken im Südwesten. Sie verläuft überwiegend am östlichen Rand des Rheintals entlang der Ausläufer des Schwarzwaldes.

Durch den Bahn-Ausbau befürchten viele Anwohner mehr Lärm. Im Frühjahr hatte der gemeinsame Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag den Weg freigemacht für den Wegfall eines "Lärmbonus" für die Schiene zum 1. Januar 2015. Bisher werden Lärmschutzmaßnahmen an Gleisen erst vorgeschrieben, wenn der Pegel für Straßenlärm um fünf Dezibel überschritten wird. Für Stadt- und Straßenbahnen soll eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2019 gelten.

Geplant sind auch leisere Bremsen an den Zügen.