Auf die Glaubwürdigkeit kommt es an

SWP 16.09.2013

Das Vertrauen in eine Partei und den jeweiligen Kandidaten sind für die meisten Deutschen wahlentscheidend. Das ergab eine Umfrage der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen unter 2000 Bundesbürgern. Danach sehnen sich die Menschen in Zeiten von Euro-Krise und Syrien-Konflikt vor allem nach Glaubwürdigkeit.

Der Umfrage zufolge ist nur jeder fünfte Deutsche noch Stammwähler. Die Wahlwerbung auf Plakaten oder an Ständen ist der Erhebung zufolge völlig unbedeutend. Tendenziell wichtiger sind das Auftreten, das Verhalten und die Argumente der Kandidaten in der Öffentlichkeit. Nach Ansicht des wissenschaftlichen Leiters der BAT-Stiftung, Ulrich Reinhardt, werden "ehrliche Botschaften statt leerer Versprechungen, austauschbarer Slogans und auswendig gelernter Ansprachen" gesucht.

Für die nachlassende Wahlbeteiligung - bei der Bundestagswahl 2009 lag sie bei 70,8 Prozent - führt die Studie die Sorge der Bürger an, durch Wahlversprechen belogen zu werden. Dies gilt besonders für die Altersgruppe der über 50-Jährigen. Mehr als jeder dritte Wahlberechtigte gibt zudem an, als Nichtwähler seinen Protest gegen die bestehende Parteien ausdrücken zu wollen. dpa

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