Neckarwestheim Atomausstieg wird sichtbar in Neckarwestheim

Neckarwestheim / HGF 22.05.2012

Der Ausstieg aus der Atomenergie wird demnächst in Neckarwestheim sichtbar. Neben dem seit 16. März 2011 abgeschalteten Block 1 des Kernkraftkomplexes werden die so genannten Zellenkühltürme demontiert. Bis zum Herbst soll dieser Teil des Rückbaus abgeschlossen sein. Die baurechtliche Genehmigung wurde jetzt erteilt. Dadurch werde sich der Anblick des in einem ehemaligen Steinbruch am Neckar gelegenen Kraftwerkgeländes verändern, erklärte der Technische Geschäftsführer Christoph Heil. Es werde eine freie Fläche von 25 000 Quadratmetern geschaffen.

Die 32 Kühltürme stehen in zwei Reihen, sie sind 187 Meter lang, 18 Meter hoch und bis zu 23,5 Meter breit. Diese Zellenkühler befinden sich außerhalb des eigentlichen Reaktorblocks. Es gebe, so Heil, "keine Verbindung zu den nuklearen Kreisläufen". Ihre abgebrochenen Bestandteile würden per Schiff abtransportiert, um die Verkehrsbelastung für die umliegenden Gemeinden gering zu halten. Es handele sich um eine "selektive Demontage", bei der Materialien wie Beton, Holz und Stahl dem Wertstoffkreislauf zugeführt würden.

In Obrigheim wird das Atomkraftwerk, das am 11. Mai 2005 nach 37 Betriebsjahren abgeschaltet worden ist, zwar schon seit Herbst 2008 in seine Einzelteile zerlegt, von außen ist davon jedoch nichts zu erkennen.