Karlsruhe Armutskonferenz im Südwesten gegründet

Karlsruhe / EB/KNA 30.11.2013

Gestern ist in Karlsruhe die Landesarmutskonferenz Baden-Württemberg aus der Taufe gehoben worden. Ihr gehören unter anderem die Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und Deutsches Rotes Kreuz sowie der Landesverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes an.

Ziel sei der Austausch zur Überwindung von Armut und sozialer Ausgrenzung, teilten die Gründungsverbände mit. Der neue Zusammenschluss strebt eine Mitgliedschaft in der Nationalen Armutskonferenz an. Deutschland brauche einen Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung der Armut, das will die Landeskonferenz unterstützen.

Zwölf Delegierte aus den beteiligten Verbänden bilden die Landesarmutskonferenz. Roland Saurer und Hansjörg Böhringer wurden zu Sprechern gewählt.

Baden-Württemberg sei zwar ein reiches Land. Aber neben gesicherten Lebensverhältnissen gebe es wachsende Ungleichheit, Armut und soziale Ausgrenzung, Wohnungslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit und andere Formen der Ungleichheit und mangelnden Teilhabe. Die Landesarmutskonferenz trete für die Interessen der benachteiligten Menschen ein und wolle Verbesserungen für sie erreichen, hieß es weiter. Dabei verstehe man sich als kritischer Partner von Politik, Verwaltung, Kirchen, Wissenschaft und Öffentlichkeit.