Stuttgart AfD-Radikale kritisieren „innerparteiliche Spionage“

Christina Baum spricht während einer Veranstaltung der AfD-Splittergruppe "Stuttgarter Aufruf" in der Stadthalle. Foto: Sebastian Gollnow
Christina Baum spricht während einer Veranstaltung der AfD-Splittergruppe "Stuttgarter Aufruf" in der Stadthalle. Foto: Sebastian Gollnow © Foto: Marijan Murat
Stuttgart / DPA 09.02.2019

Trotz drohender Beobachtung durch den Verfassungsschutz ruft die rechte AfD-Splittergruppe „Stuttgarter Aufruf“ nach einem radikaleren Kurs. „Viele Mitglieder treibt genau die Sorge um, dass wir uns anpassen und anbiedern“, sagte die baden-württembergische Landtagsabgeordnete Christina Baum am Samstag bei einem Treffen von Parteimitgliedern des rechten Rands in Burladingen auf der Schwäbischen Alb. Aus Angst vor einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz habe die Partei eine „eigene innerparteiliche Spionagegruppe“ eingerichtet. Baum warf dem AfD-Bundesvorstand vor, das Geschäft des politischen Gegners zu betreiben. Eigene Mitglieder würden diffamiert und ausgegrenzt. Das innerparteiliche Vorgehen gegen Mitglieder müsse ein Ende haben.

Der AfD-Bundesvorstand will derzeit eine drohende Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz verhindern. Bei dem Treffen in Burladingen lud Baum AfD-Politiker ein, die derzeit vom Ausschlussverfahren konfrontiert sind - etwa den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Stefan Räpple, der nach mehreren Zwischenrufen im Dezember von der Polizei aus dem Landtag geführt werde musste. Baum war im Herbst auch Mitinitiatorin des „Stuttgarter Aufrufs“, in dem AfD-Mitglieder Ordnungs- und Ausschlussverfahren gegen eigene Mitglieder kritisiert hatten.

Stuttgarter Aufruf

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel