Kornwestheim AfD-Protest: Schubsereien und Festnahmen

Teilnehmer einer Kundgebung protestieren auf dem Marktplatz gegen eine Demonstration der AfD. Foto: Marijan Murat
Teilnehmer einer Kundgebung protestieren auf dem Marktplatz gegen eine Demonstration der AfD. Foto: Marijan Murat © Foto: Marijan Murat
Kornwestheim / DPA 08.07.2018

Bei einer AfD-Kundgebung gegen den Neubau einer Moschee in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) hat die Polizei am Samstag eigenen Angaben zufolge rund 150 linke Gegendemonstranten auf Abstand gehalten. Die Veranstaltungen seien „abgesehen von einigen kleineren Schubsereien überwiegend friedlich verlaufen“, sagte der Sprecher des Ludwigsburger Polizeipräsidiums, Peter Widenhorn. Dem Aufruf der AfD zu der Protestkundgebung folgten nach Schätzungen der Polizei rund 200 Menschen.

Versucht, Zugänge zu blockieren

Allerdings wurden laut Mitteilung während der Versammlungen „kleine veranstaltungstypische Delikte“ registriert - „darunter eine versuchte Körperverletzung, zwei Sachbeschädigungen und ein Verstoß gegen das Waffengesetz“. Im Anschluss an die Kundgebung sei es in der Innenstadt zu einem Übergriff von mehreren Vermummten auf Teilnehmer der AfD-Veranstaltung gekommen. Dabei sei eine Person leicht verletzt worden. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige vorläufig fest. Die Ermittlungen zu weiteren Beteiligten dauerten noch an.

Gegen Bau einer Moschee

Anfangs hätten einige der Gegendemonstranten versucht, Zugänge zu der Kundgebung zu blockieren. Dabei sei es zu Rangeleien gekommen, bei denen aber niemand verletzt worden sei. Für die Trennung der beiden Lager seien Gitternetze eingesetzt worden.

Die AfD will erklärtermaßen den Bau einer Moschee des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Ditib verhindern. Der von Ditib geförderte „politische Islam“ sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, erklärten Vertreter der Partei. Auf Postern der Gegendemonstranten, die auch Trillerpfeifen einsetzen, war zu lesen: „Kein Platz für rechte Hetze in Kornwestheim“ und „Gestern Juden. Heute Muslime. Und morgen Du!“.

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