Heidelberg AfD-Mann aus Lea abgezogen

Heidelberg / DPA 24.02.2016
Ein Bundeswehr-Reservist ist wegen umstrittener Äußerungen aus dem zentralen Flüchtlings-Registrierungszentrum in der Landeserstaufnahme Heidelberg abgezogen worden.

Er hatte als AfD-Kandidat einem Schusswaffengebrauch an deutschen Grenzen zugestimmt. Das Landeskommando versetzte ihn in den Innendienst, erklärte ein Sprecher am Dienstag. Als AfD-Kandidat im Wahlkreis Kirchheim hatte er Parteichefin Frauke Petry zugestimmt, die befürwortet hatte, Flüchtlinge notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern. Den "Stuttgarter Nachrichten" sagte er: "Dem Flüchtling ist es doch egal, an welcher Grenze, an der griechischen oder an der deutschen, er stirbt."

Als Reaktion hat die Bundeswehr den Mann abgezogen. Heute wird entschieden, ob er an die Arbeit zurückkehren kann. "Es sieht gerade aber nicht so aus", sagte der Bundeswehrsprecher.