Nahverkehr Ab Dezember gilt: eine Fahrt, ein Ticket

Stuttgart / Roland Muschel 26.06.2018

Früher als geplant sollen Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Baden-Württemberg mit einem Fahrschein über Verbundgrenzen hinweg Bus und Bahn beliebig kombinieren können. Das geht aus einer Vorlage von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) für die heutige Kabinettssitzung hervor, die der SÜDWEST PRESSE vorliegt.

Bislang war vorgesehen, dass die Umstellung des Fahrkartensystems in zwei Stufen erfolgt. In der ersten, ab 9. Dezember 2018 geltenden Stufe sollte der neue BW-Tarif allein bei Bahnfahrscheinen das ÖPNV-Ticket am Zielort einschließen. Erst in der zweiten, für 2021 geplanten Stufe, sollten die Fahrgäste auch von jeder Straßenbahn- oder Bushaltestelle aus mit durchgängigen Tickets reisen können. Nun greift dieses Tarifelement für Nutzer elektronischer Fahrkarten ebenfalls ab 9. Dezember.

Das Projekt, berichtet Hermann, entwickele sich insgesamt „sehr dynamisch“. So werde das bestehende Baden-Württemberg-Ticket statt in der zweiten ebenfalls bereits in der ersten Stufe integriert. Der ÖPNV werde durch den BW-Tarif „noch  attraktiver“, glaubt der Minister, der die Reform auch als „Beitrag zur Luftreinhaltepolitik“ sieht.

Für die Umstellung samt Anschubfinanzierung kalkuliert Hermann bis 2021 mit Mehrkosten von insgesamt 18 Millionen Euro. Ab 2022 sollen steigende Fahrgastzahlen zu einer Entlastung für das Land führen.

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