Stuttgart / DPA

In mehr als 100 Staaten werden am heutigen Freitag insgesamt mehr als 1600 Demonstrationen von Schülern erwartet. Auch in zahlreichen Städten Baden-Württembergs wollen Schüler im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Weltweit soll es den Organisatoren zufolge der bislang umfassendste Protest werden.

In Ulm haben am Freitag im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung knapp 2000 Schüler für einen besseren Klimaschutz demonstriert.

Nach einer Erhebung von „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachricht“ (Freitag) liegen allein im Südwesten in 30 Städten Anmeldungen vor. In Stuttgart startet der Protest um 11 Uhr. Oberbürgermeister Fritz Kuhn will um 11.45 Uhr vor dem Rathaus zu den Schülern sprechen. In Freiburg soll ab 10 Uhr gestreikt werden, in Karlsruhe und Mannheim ab 11 Uhr.

Vorbild für die Aktionen ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit vielen Wochen freitags für den Kampf gegen den Klimawandel demonstriert, statt zur Schule zu gehen. Sie ist zu einer Symbolfigur für Klimaschützer rund um die Welt geworden.

Eltern aus der Region gründen Gruppe „Parents for Future“. Zweck ist, die für einen Wandel in der Klimapolitik streikenden Schüler zu unterstützen.

Warnung von Kultusministerin Eisenmann

Kultusministern Susanne Eisenmann (CDU) warnte im Vorfeld der Proteste davor, Schule und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen. „Dieser Einsatz für unseren Planeten ist wichtig und nachvollziehbar, er kann aber auch in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden“, sagte sie der „Heilbronner Stimme“ (Freitag). Es gebe viele weitere wichtige Themen wie Menschenrechte oder Tierschutz. „Wenn nun jeden Tag für eines dieser Themen demonstriert wird, dann haben wir am Ende gar keinen Unterricht mehr. Und das kann es ja nicht sein.“

Streiktermine

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