Stuttgart „Eigenbedarf vorgeschoben“: Mieterbund will klagen

Stuttgart / DPA 06.02.2019

Der Mieterbund in Baden-Württemberg will nach eigenen Angaben verstärkt mit Schadenersatzklagen gegen „lügende Vermieter“ vorgehen. Bei Kündigungen sei der Eigenbedarf häufig nur vorgeschoben, „um Mieter loszuwerden“, sagte der Landeschef des Vereins, Rolf Gaßmann, den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). Statt dem Eigentümer oder einem nahen Verwandten ziehe dann ein neuer Mieter ein. Die Kündigungen wegen Eigenbedarfs nahmen laut Gaßmann drastisch zu. In den vergangenen fünf Jahren seien die Anträge auf Rechtsschutz in solchen Fällen beim Stuttgarter Mieterverein um 72 Prozent gestiegen.

Der Stuttgarter Haus- und Grundbesitzerverein weist gegenüber der Zeitung die Vorwürfe zurück. Eine Häufung sehe man dort nicht, so der Geschäftsführer Ulrich Wecker: „Einzelne Fälle hat es immer schon gegeben. Aber so etwas fällt leicht auf und zieht Schadenersatzforderungen nach sich.“

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