Kretschmann Kretschmann: „Alle wollen, dass ich weitermache“

Stuttgart / Roland Muschel 09.05.2018
Der Ministerpräsident sieht die OB-Wahl in Freiburg als lokales Ereignis – und verweist auf seine Popularität.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat bekräftigt, dass er sich eine dritte Amtszeit vorstellen kann. „Ob ich 2021 nochmal antrete, überlege ich noch. Aber Sie müssen damit rechnen“, sagte er am Dienstag in der wöchentlichen Regierungspressekonferenz. „Alle wollen, dass ich weitermache“, hatte er zuvor der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. Der Regierungschef wird kommende Woche 70.

Die Turbulenzen der grün-schwarzen Regierung erklärte Kretschmann für beendet. Bei einer Sitzung der Spitzen der Koalition hätten sich am Dienstagmorgen beide Seiten ihre „Loyalität versichert“. Zur Niederlage seines Parteifreunds Dieter Salomon bei der Oberbürgermeisterwahl in Freiburg sagt der Regierungschef, dass es sich bei OB-Wahlen um „Persönlichkeitswahlen und rein lokale Ereignisse“ handele. Das sei in Freiburg „offensichtlich“. Daraus könne man keine landesweiten Trends ablesen. Die Opposition interpretiert das Freiburger Wahlergebnis dagegen als Ende des grünen Höhenflugs im Land. „Das ist pure Kaffeesatzleserei“, sagte Kretschmann.

Mit Spott bedachte der Grüne die Debatte um Kruzifixe in bayerischen Landesbehörden. Das Foto von CSU-Ministerpräsident Markus Söder mit einem Kreuz in der Hand habe er als „skurril“ empfunden. Er habe dabei an Vampir-Filme denken müssen. Er selbst plane keine Anordnung für Kruzifixe in Amtsstuben.