Bad Dürrheim 4,3 Millionen Euro für Naturschutz auf der Baar

Bad Dürrheim / WAL 28.08.2013
Viele Moore im Land sind gefährdet oder bereits verschwunden. Das ist auf der Baar, der Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb nicht anders.

Um dort die für die Natur und den Artenschutz wertvollen Moor- und Waldflächen wiederherzustellen, weiterzuentwickeln und langfristig zu sichern, wurde gestern in Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis) das Naturschutz-Großprojekt "Baar" gestartet. Naturschutz-Minister Alexander Bonde betonte dabei die bedeutende Rolle der Baar als Drehkreuz für den bundesweiten Biotopverbund.

Das Naturschutz-Großprojekt umfasst eine Fläche von 4700 Hektar und gliedert sich in 14 Teilflächen. Diese liegen in den Kommunen Königsfeld, Mönchweiler, Brigachtal, Villingen-Schwenningen, Bad Dürrheim, Donaueschingen, Bräunlingen, Hüfingen und Blumberg im Schwarzwald-Baar-Kreis sowie in Geisingen im Kreis Tuttlingen. Die Kosten für das Projekt werden auf 5,7 Millionen Euro geschätzt. Das Bundesumweltministerium fördert es mit 4,3 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz". Die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Beate Jessel, hat gestern den Förderbescheid in Bad Dürrheim übergeben. Die restlichen 1,4 Millionen Euro müssen das Land und die Kreise tragen. Träger des Projekts ist der Schwarzwald-Baar-Kreis.

Das Naturschutz-Großprojekt "Baar" soll in der kürzlich vom Land verabschiedeten Naturschutz-Strategie eine wegweisende Rolle spielen. Denn einer der Schwerpunkte darin ist die Erarbeitung eines landesweiten Moorschutz-Konzepts.

Das Projekt auf der Hochebene wurde ausgewählt, weil sich die Region durch eine große geologische und klimatische Vielfalt auszeichnet. Es beherbergt auf engem Raum viele unterschiedliche Biotope. Dazu gehören die größten Schluchtwälder Südwestdeutschlands mit bis zu 400 Jahre alten Eichen- und Hainbuchwäldern.

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