Terrormiliz IS Jesidin trifft IS-Peiniger in Deutschland

Eine junge Jesidin, die angibt aus Schwäbisch Gmünd geflohen zu sein, spricht in einem YouTube-Video. Sie soll einem IS-Mitglied begegnet sein, der sie im Irak drei Monate lang gefangengehalten und mehrmals vergewaltigt hat.
Eine junge Jesidin, die angibt aus Schwäbisch Gmünd geflohen zu sein, spricht in einem YouTube-Video. Sie soll einem IS-Mitglied begegnet sein, der sie im Irak drei Monate lang gefangengehalten und mehrmals vergewaltigt hat. © Foto: Sardar sattar
Schwäbisch Gmünd / DPA/swp 20.08.2018

Die 19-Jährige Jesidin Aschwak Haschi Hamid Talo wurde als Jugendliche von der Terrormiliz Islamischer Statt (IS) verschleppt und verkauft. Nun ist sie nach eigenen Angaben in Deutschland ihrem ehemaligen Peiniger begegnet.

Mutmaßlicher Terrorist nicht auffindbar

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Freitag, dass die Frau den Vorfall bei der Polizei angezeigt habe. Es sei jedoch nicht gelungen, den mutmaßlichen Terroristen ausfindig zu machen. Die Frau sei inzwischen wieder bei ihrer Familie im Irak. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bestätigte auf Twitter, dass es in dem Fall ermittele. Die Frau sei derzeit jedoch nicht für Befragungen erreichbar.

In einem Youtube-Video schildert die Frau, wie sie in Schwäbisch Gmünd bei Stuttgart einem Mann begegnet sei, der sie 2015 im Alter von 15 Jahren drei Monate lang gefangen gehalten habe. Der Mann habe sie erkannt, sie angesprochen und ihr gesagt, er wisse, wo sie wohne. Da sie sich danach nicht mehr sicher gefühlt habe, sei sie zurück in den Irak gegangen. Zuvor hatten die „Welt“ sowie die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

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