Land am Rand Längere Linie um den Heilbronner Strich

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Foto: BUGA Heilbronn © Foto: BUGA Heilbronn
Heilbronn / Hans Georg Frank 10.01.2019

Mit Reizen geizen möchte
Heilbronn grundsätzlich nie. Vor allem während der mit vielen Erwartungen verbundenen Bundesgartenschau wird sich die Heimat des liebreizenden Käthchens von seiner allerschönsten Seite präsentieren. Die 2,2 Millionen erwarteten Besucher müssen sich darauf gefasst machen, derart positiv und nachhaltig beeindruckt zu werden, dass sie gerne bald wiederkommen und noch viel länger bleiben wollen. Allerlei Attraktionen sollen das Augenmerk lenken auf die dynamische, lebenslustige, sinnenfrohe Mini-Metropole.

Doch wenn Flaneure auf
der Buga zum Höhepunkt
kommen, also einen aufge­schütteten Vielzweckwall
erreichen, sollen die Blicke nicht abgelenkt werden von Damen, die ihre Tätigkeit üblicherweise in horizontaler Position ausüben. Die angrenzende Hafenstraße – ein eher unansehnlicher Bereich der sonst so wunderschönen Stadt – ist nicht nur Standort eines Bordells. Dort stehen auch rund 25 Damen in geradezu aufreizender Weise Spalier, um gegen Entgelt einsamen Mannsbildern gewerbsmäßig körperliche Freuden zu verschaffen.

Solch anrüchiges Trieb-Treiben verhelfe Heilbronn nicht zum erwünschten Ansehen, fürchten besorgte Gemeinderäte. Also verlängerten sie, bei einer Gegenstimme, die Sperrzeit um eine Stunde bis 20 Uhr. Zugleich dehnten sie die entsprechende Verbotszone aus.

Damit zogen die Bürgervertreter um den Strich eine längere Linie. Aber nur während der Buga.

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