40 Personen rechnet das Landeskriminalamt zu den „National Socialist Knights of the Ku-Klux-Klan Deutschland“. Dabei handele es sich um eine kriminelle Vereinigung, deren Mitglieder „die Glorifizierung des Nationalsozialismus“ verbinde. Am Dienstag wurden in acht Bundesländern die Wohnungen von 17 Beschuldigten im Alter von 17 bis 59 Jahren durchsucht. Darunter waren zwei Gebäude in Rastatt und eines im Rems-Murr-Kreis. 200 Polizisten stellten über 100 Waffen sicher, etwa Schwerter, Macheten, Messer, Wurfsterne und Teleskopschlagstöcke.

Rassistischer Geheimbund aus den USA

„Teile der Gruppierung zeigen zumindest verbale Gewaltbereitschaft, planen sich zu bewaffnen und hegen Gewaltfantasien“, teilte das LKA mit. Die Rekrutierung der Mitglieder, die Monatsbeitrage zahlen müssten, erfolge über das Internet. Die Ermittlungen dauerten an, es habe keine Festnahmen gegeben. Auf die Spur der Vereinigung waren Ermittler durch Chatprotokolle gekommen, die sie auf einem beschlagnahmten Handy gefunden hatte.

Der Ku Klux Klan ist ein rassistischer Geheimbund aus den USA. In Deutschland fiel zuletzt eine Abspaltung auf im Zusammenhang mit dem Anschlag auf Polizisten in Heilbronn (2007). Dabei kam heraus, dass zwei Kollegen der erschossenen Michèle Kiesewetter einer Ku-Klux-Klan-Gruppe in Schwäbisch Hall angehört hatten, einer war ihr Gruppenführer.

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