Wie die Polizei berichtet, war der vierjährige Junge am Sonntag mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern im Freibad am Schlosssee in Salem am Bodensee gewesen. Gegen 17.20 Uhr ist er unbemerkt von den Eltern zum flach abfallenden Badesee gegangen. Vermutlich ist er dort unter die Wasseroberfläche geraten, ohne das jemand dies bemerkt hatte.

Als die Familie den Jungen bei einer ersten Suche im Uferbereich nicht finden konnte, alarmierte der Vater den Bademeister, der sofort mit den Rettungsschwimmern der DLRG das Wasser absuchte. Nahezu zeitgleich entdeckte ein Badegast etwa 20 Meter vom Ufer entfernt das unter Wasser treibende Kind, er holte es an die Wasseroberfläche.

Gemeinsam mit dem DLRG wurde das Kind sofort an Land gebracht, wo es von Angehörigen des DLRG bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wiederbelebt wurde. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert, für die Landung musste die Liegewiese teilweise geräumt werden.

Der Vierjährige wurde nach erster notärztlicher Behandlung ins Krankenhaus gebracht, wo er allerdings noch in der Nacht zum heutigen Montag auf der Intensivstation starb. Die polizeilichen Ermittlungen zum genauen Hergang des Badeunfalls dauern an.

Untergrund fällt an manchen Stellen steil ab

Bereits im Juni hatte sich im Schlosssee ein Badeunfall ereignet. Wie der Südkurier damals berichtete, gibt es in dem ehemaligen Baggersee immer wieder Stellen, wo der Untergrund plötzlich abfällt. Der Nichtschwimmerbereich sei durch eine schwimmende, rot-weiße Kette abgegrenzt. Zwei bis drei Meter von dieser Abgrenzung entfernt falle der Untergrund steil ab.

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