Freiburg Missbrauchsfall Staufen: Keine Ermittlungen gegen Familienrichter

Die Mutter des Jungen und deren Lebensgefährte sind inzwischen verurteilt worden.
Die Mutter des Jungen und deren Lebensgefährte sind inzwischen verurteilt worden. © Foto: dpa
Freiburg / David Nau 06.12.2018
Hätte das Familiengericht den Missbraucht des 10-Jährigen aus Staufen früher beenden können? Die Staatsanwaltschaft sieht dafür keine Anzeichen.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg sieht im Fall des missbrauchten Jungen aus Staufen keine Fehler bei den zuständigen Familiengerichten. Man sehe von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die beteiligten Richter ab, teilte die Behörde mit.

Gericht gab Jungen zurück zur Mutter

Im März 2017 war der heute 10-Jährige vom Jugendamt in Obhut genommen worden, nachdem die Behörde erfahren hatte, dass der wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafte Lebensgefährte der Mutter bei der Familie lebt. Das Familiengericht entschied wenig später, der Junge könne zur Mutter zurückkehren, wenn diese dafür sorge, dass der Lebensgefährte keinen Kontakt mehr zum Kind habe.

Hätten Richter Übergriffe verhindern können?

Den Richtern war vorgeworfen worden, die Übergriffe auf den Jungen nicht früher verhindert zu haben. Das Kind war von seiner Mutter und deren Lebensgefährten im Internet jahrelang für Vergewaltigungen angeboten worden.

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