Land am Rand Kehrwoche an den Flüssen

Höchste Zeit für ein Kehrwoche am Rhein.
Höchste Zeit für ein Kehrwoche am Rhein. © Foto: Oliver Berg dpa/lnw
Düsseldorf / Petra Walheim 15.09.2018

Ein Hoch auf die Kehrwoche!  Und darauf, dass diese großartige Einrichtung, die 1492 vom Landesherrn für die Stadt Stuttgart und damit von einem Schwaben eingeführt worden ist, auch in Baden Einzug halten soll. Allerdings gleich so gründlich, dass auch die Flussufer mit geputzt werden. Heute, am World Cleanup Day, dem weltweiten Großputz-Tag, wird damit begonnen. Als erstes sollen die Ufer des 1233 Kilometer langen Rheins von der Quelle bis zur Mündung vom Müll befreit werden. Davon betroffen ist auch der Bodensee, durch den der Rhein fließt. Die Schweizer, deren Land  für Sauberkeit bekannt ist, haben damit sicher kein Problem. Wie die Badener reagieren, muss abgewartet werden. Ob die Franzosen mitmachen, ist offen.

Die Initiative RhineCleanUp aus Düsseldorf, die die Aktion angestoßen hat, wünscht sich schon lange ein gemeinsames europäisches Putzen. Eine Kehrwoche für alle. Auch wenn es nur einmal im Jahr ist.

In der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gibt es das Rheinufer-Putzen am „Dreck-weg“-Tag seit mehr als 20 Jahren – mit wachsendem  Erfolg. Heute soll nun aber entlang des ganzen Rheins geputzt werden. Nächstes Jahr sind vielleicht die Donau, der Neckar und viele andere Flüsse mit dabei. Die Kehrwoche für die Flüsse könnte Schule machen. Dass dabei der Dreck in den Häusern und drumherum liegen bleibt, ist sicher verschmerzbar. Häufig ist es ohnehin so, dass da jede Woche saubere Treppenhäuser geputzt werden. Um des lieben Friedens willen.

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