Land am Rand Julis fordern: Keine Palmen nördlich von Stuttgart!

Stuttgart / Fabian Ziehe 04.01.2019

Eine Quizfrage: Wenn junge Polit-Aktivisten von Generationengerechtigkeit reden und ein Gelingen von Umwelt- und Klimapolitik einfordern. Und wenn,  ja, wenn sie dabei Ökologie und Ökonomie in einem Atemzug nennen. Sie sogar ein Happening im öffentlichen Stuttgarter Raum ankündigen. Dann können das doch nur die Einsatzkräfte der Grünen Jugend sein. Ganz bestimmt. Oder?

So irrt man sich. Tatsächlich sind es die Jungliberalen, die pünktlich zum traditionellen Dreikönigstreffen der elterlichen FDP vor der Staatsoper eine kleine eigene Inszenierung planen. Wie hübsch. Und noch hübscher ist der Titel zu der Aktion, den der politische Nachwuchs der bundesdeutschen Economy-First-Bewegung sich ausgesucht hat: „Keine Palmen nördlich von Stuttgart.“ Das verspricht paradisische Zeiten – allerdings nur für Feld und Flur südlich des Nesenbachs.

Die Julis wollen das Bacardi-­Feeling schon mal testen, indem sie eigens eine „Strandlandschaft mit Palmen passend zum Motto“ in der Landeshauptstadt errichten wollen. Frühere Generationen waren ja noch so doof, unter dem Pflaster den Strand zu suchen – die Liberale Jugend zeigt pragmatisch, dass die für teures Geld verlegten Steine in Stuttgarts Zentrum gar nicht gelüftet werden müssen.

So ganz verraten, was unter Palmen am Sonntag zu sehen sein wird, das wollen die Julis einstweilen noch nicht. Es soll aber „exklusive Fotos und Schnittbilder“ geben. Mit Cuba Liberale? Ju-Limbo? Oder gar Jamaika-Träumereien? Man wird sehn.

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