„Die Ärzte sagten mir, mit dieser Hüftprothese kann ich wieder tanzen“, sagt Maja de Groot (Name geändert). Stattdessen erwarteten sie weitere Operationen – und Schmerzen. „Ich kann maximal zehn Minuten am Stück gehen“, sagte die Betroffene der SÜDWEST PRESSE.

Viele Implantate waren fehlerhaft

Die ehemalige Tänzerin ist eine von hunderten Betroffenen eines Implantat-Skandals, der vor allem am Freiburger Loretto-Krankenhaus spielt. 805 „Metasul-Durom-Großkopfprothesen“ wurden dort zwischen 2004 und 2008 implantiert. Doch das Material vieler Implantate war fehlerhaft, wie inzwischen zwei Studien belegen: 226 Patienten mussten laut Klinik in der Zwischenzeit erneut operiert werden. Die meisten Betroffenen warten auch Jahre danach immer noch darauf, entschädigt zu werden. Der Hersteller ziehe die Prozesse vor Gericht absichtlich in die Länge, so der Vorwurf einer Selbsthilfegruppe.

Die ganze Geschichte um die Spur der „Implant Files“, die auch nach Baden-Württemberg führt, lesen Sie am Freitag in der Print- oder E-Zeitungsausgabe der Südwest Presse.

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