Landesvorsitz Im SPD-Duell sortieren sich die Lager

SPD-Urgestein Erhard Eppler ist gegen eine Führungsdiskussion.
SPD-Urgestein Erhard Eppler ist gegen eine Führungsdiskussion. © Foto: Stefan Puchner/dpa
Stuttgart / Roland Muschel 05.11.2018

SPD-Urgestein Erhard Eppler schlägt sich im Zweikampf um die Landesspitze seiner Partei in Baden-Württemberg auf die Seite von Amtsinhaberin Leni Breymaier. „Ich sehe keinen Grund, jetzt den Landesvorsitz zu ändern“, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Leni Breymaier gibt sich große Mühe und hat auch die Zustimmung eines großen Teils der Partei.“ Wenn jeder Landesverband in der derzeitigen Situation auch noch eine Führungsdiskussion beginne, werde es nicht besser mit der SPD. Eppler (91) war von 1973 bis 1981 SPD-Landeschef. Die SPD-Mitglieder können bis zum 19. November darüber abstimmen, ob sie lieber Amtsinhaberin Breymaier oder Herausforderer Lars Castellucci an der Spitze haben möchten.

Für die vier Vize-Posten bieten sich auch neue Köpfe an. Am Samstag erklärte die Böblinger SPD-Kreisvorsitzende Jasmina Hostert, dass sie als stellvertretende Landesvorsitzende für den Bezirk Nordwürttemberg kandidieren wird. Vorgänger Frederick Brütting tritt nicht mehr an. „Ich kandidiere, weil ich Verantwortung übernehmen möchte und mit allen gemeinsam für eine starke, sichtbare und mutige Sozialdemokratie kämpfen will“, sagte Hostert dieser Zeitung. „So wie bisher kann es nicht weitergehen.“

Drei Frauen als Vize-Vorsitzende

Damit dürften drei der vier Vize-Posten künftig mit Frauen besetzt werden: In Südbaden tritt  die Landtagsabgeordnete Gabi Rolland an und in Südwürttemberg wird die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis von der Tübinger Kreisvorsitzenden Doro Kliche-Behnke herausgefordert. Nur in Nordbaden kandidiert mit Parsa Marvi ein Mann.

Hostert unterstützt Castellucci im Duell um den Landesvorsitz. Das ist auch insofern interessant, als Breymaier ihr 2016 das Amt der Generalsekretärin angetragen haben soll. Kliche-Behnke und Marvi haben sich bereits explizit für den Herausforderer ausgesprochen. Unter den fünf Bewerbern für die vier Vize-Posten gilt allein Mattheis als Unterstützerin von Breymaier.

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