Südwesten / swp Während der Lastwagenverkehr stetig zunimmt, sind Stellplätze für Lkw nach wie vor Mangelware. Ein Leitsystem soll helfen.

So ist die aktuelle Parkplatzsituation für Lkw

Zwar sind 200 Lkw-Stellplätze an Autobahnen nach Angaben des baden-württembergischen Verkehrsministeriums 2018 für den Verkehr freigegeben worden und 750 weitere in Planung. Doch nach wie vor sei die Parkplatznot an Transitstrecken groß.

Besonders belastet sind die südliche A5, die A6 und die A8. Derzeit schätzt die Landesstraßenverwaltung, dass 1500 Lkw-Stellplätze fehlen – eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen soll im Laufe des Jahres genaue Zahlen bringen.

Die A8 zwischen Stuttgart und München ist nicht nur von Unfällen geplagt, sondern auch von vielen Baustellen. Hier eine Übersicht mit allen aktuellen Baustellen.

Was kann helfen?

Das Land suche auch alternative, digitale Lösungsansätze, etwa durch Steuerungsanlagen auf Parkplätzen und automatische Hinweissysteme. Zudem müsse der Schienenverkehr für den Gütertransport eine Alternative werden – durch Ausbau und Elektrifizierung.

So viele Lkw fahren täglich auf der A8

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat zuletzt 2017 das Verkehrsaufkommen auf der A8 erfasst: Am Aichelberg waren es innerhalb von 24 Stunden insgesamt 73.409 Fahrzeuge, darunter 5555 Schwerlaster in Richtung Stuttgart, 5631 in Richtung Ulm.

Die Dauerzählstelle in Leipheim erfasste weniger Fahrzeuge insgesamt, dafür mehr Lkw: 69.402 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden, 5839 Schwerlaster in Richtung München, 5959 in Richtung Ulm.

Parkplatznot für Lkw im Land

Wenn es dämmert, füllen sich die Rastplätze an der Autobahn 8. Dann suchen zig Lkw-Fahrer einen Stellplatz für ihre vorgeschriebene Ruhezeit – vergebens, weil die Raststätten überfüllt sind.

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Wer am Nachmittag keinen Lkw-Parkplatz hat, schaut in die Röhre – kann aber auch nicht weiterfahren, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen.

Gefühlt liest man es jeden Tag: Unfall auf der A8. Ist die Autobahn 8 besonders gefährlich? Wir haben nachgefragt.