Glen Buchenbach Gericht entscheidet über schwäbisch-schottischen Whisky-Streit

Eine Flasche des Whiskys „Glen Buchenbach“.
Eine Flasche des Whiskys „Glen Buchenbach“. © Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Hamburg/Stuttgart / lsw 07.02.2019
Darf ein schwäbischer Whiskey den Zusatz „Glen“ im Namen haben? Darüber entscheidet am Donnerstag das Landgericht Hamburg.

Das Landgericht Hamburg entscheidet am Donnerstag (11 Uhr) über den Streit zwischen schottischen Whisky-Produzenten und der schwäbischen Spirituosen-Brennerei Klotz um den Namensteil „Glen“. Der schottische Whisky-Verband will der Brennerei aus Berglen bei Stuttgart untersagen, ihren Whisky „Glen Buchenbach“ zu nennen. Das Wort „Glen“ (gälisch, „kleines Tal“) sei schottischen Ursprungs und wecke beim Verbraucher die gedankliche Verbindung zu schottischem Whisky, einem „Scotch“, argumentiert die Vereinigung. Der Begriff „Scotch“ ist eine von der EU geschützte Herkunftsbezeichnung.

Fall vor EuGH

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte den Fall (Rechtssache C44/17) bereits im Juni vergangenen Jahres auf dem Tisch und hat ihn an die deutsche Justiz zurückgeschickt. Das Hamburger Landgericht muss nun entscheiden, ob das Wort „Glen“ Assoziationen zu Schottland und damit zu schottischem Whisky weckt.

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