Nach zwei Bundes- und 13 Landesgartenschauen ist sich Hanspeter Faas der begrenzten Attraktivität solcher Großereignisse bewusst. „Für uns ist es nicht selbstverständlich, dass ein Mensch zur Buga geht, wir müssen das hart erarbeiten“, sagt der Geschäftsführer. Wer nächstes Jahr nach Heilbronn kommt, der werde „eine Expo des Südens“ erleben, verspricht Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD.

Wenn Faas über die Heilbronner Version der erstmals 1951 ausgerichteten Buga spricht, dann scheint er selber überrascht zu sein. Es sei „unglaublich“, was geleistet und ab Mittwoch vor Ostern 2019 zu erleben sei, also nichts weniger als „eine unglaubliche Vielfalt“. Es sei „richtig begeisternd“, dass 96 Prozent aller Ideen verwirklicht würden: „Wir hatten nicht nur Hirngespinste.“ Als einzigartig gilt das Nebeneinander von herkömmlichen Gartenthemen und neuen Wohnformen. Damit könne die Buga „ein Spiegel der Gesellschaft“ sein. In Fachkreisen sei die Resonanz schon sehr groß: „Mit unseren Neuerungen stehen wir gut da.“

OB Mergel verspricht Antworten auf „ganz wichtige Fragen der Zukunft“ und nennt beispielhaft das Zusammenleben in einem verdichteten Raum. Auch innovative Baumaterialien und gesunde Ernährung würden thematisiert. Neben „wunderbar gestalteten Landschaften“ seien „schöne Aufenthaltsbereiche“ entstanden. Eine Jugendherberge und ein Kindergarten werden bereits genutzt, mehr als 100 Menschen haben schon Vorzeigewohnungen bezogen. „Alle sind unglaublich kooperativ“, lobt Faas.

36 000 Dauerkarten sollen abgesetzt werden, erwartet der Manager, 19 000 seien bisher verkauft: „Das ist ein großer Vertrauensvorschuss.“ Während die Investitionen die veranschlagten 142 Millionen Euro kosten, steigen die Ausgaben für die Durchführung der Schau von 44 auf über 50 Millionen Euro. Die Stadt zahlt davon zehn Millionen.

Überregionale Beachtung erhofft sich Faas vom neuen Heilbronn-Reiseführer aus der Reihe „Merian live!“. Trotz grober Fehler, wie dem falschen Erbauer der Kilianskirche, einer geschlossenen Kultkneipe als „Einkehrtipp“ und dem Volkstrauertag im August, soll dieser Ratgeber „bundesweit ein wertvoller Teil eines großen Gesamtplans“ sein.

Freier Eintritt bis           zum 15. Geburtstag


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Buga am 17. April 2019, 11 Uhr, auf dem Marktplatz eröffnen. Bis 6. Oktober stehen an 173 Tagen rund 5000 Veranstaltungen auf dem Programm. Tageskarten kosten für Erwachsene ab 25 Jahren 23 Euro, für jüngere Besucher 8 Euro, Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt. hgf