In Vor-Corona-Zeiten war der „Schmotzige Dunschtig“ einer der Höhepunkte für waschechte Narren. In diesem Jahr gleicht der närrische Donnerstag wegen Corona-Regeln eher einer Ein-Mann-Show im Schnee: Besuche in Kindergärten und Altenheimen mit kleinen Geschenkepäckchen oder das Verteilen von Narrenblättern, sehr viel mehr wird sich wegen der Corona-Beschränkungen in der Öffentlichkeit nicht abspielen, wie der Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), Roland Wehrle, sagte.
Doch nicht die Fastnacht ist abgesagt, nur die Veranstaltungen. In Furtwangen ist für 9.00 eine Narrenmesse in der katholischen Kirche St. Cyriak organisiert, mit Anmeldung und markierten Plätzen. Maximal 75 Narren haben Einlass. Nach der Messe wird die närrische Proklamation ausgerufen - mit einwöchiger Verspätung.
In vielen Orten steht laut Wehrle ein Narrenbaum, Zünfte und Vereine bieten virtuelle Zusammenkünfte an. „Ich bin überzeugt, dass viele Narren aufpassen werden, dass es nicht zu Ansammlungen kommt. Niemand von uns will als Ursache für einen Hotspot in die Geschichte eingehen.“