Autofahrer, die zwischen Meersburg und Konstanz den Bodensee überqueren möchten, stehen am Donnerstag vergeblich vor den Abfahrtsrampen und müssen deutlich mehr Zeit einplanen, um ihr Ziel zu erreichen. Der Grund: Der Fährbetrieb zwischen Konstanz und Meersburg steht wegen der Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr den ganzen Donnerstag über still. Das dürfte vor allem Pendler im Berufsverkehr und Geschäftsreisende hart treffen. Wie die Stadtwerke Konstanz mitteilen, ist auch der Busbetrieb in Konstanz betroffen.

Keine Fähre am Bodensee: Das sind die Alternativen zur Fähre für Radfahrer und Autofahrer

Die Fähren der Stadtwerke zwischen Konstanz und Meersburg sind nahezu unersetzlich. Es gibt zwei Alternativen für Autofahrer, Fahradfahrer und Fußgänger:
  • Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss den See umfahren.
  • Die Fahrt dauert laut den Konstanzer Stadtwerken etwa 40 Minuten.
Die Gewerkschaft Verdi hatte zu den Warnstreiks aufgerufen. Auch der öffentliche Nahverkehr in Konstanz und Esslingen wird ganztägig bestreikt.

Streiks am Donnerstag auch in Ulm

Schwerpunkt der parallel stattfindenden Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist am Donnerstag Ulm. Dort ist
  • die Straßenreinigung,
  • der Fuhrpark,
  • der Kanalbetrieb,
  • die Müllabfuhr,
  • die Recyclinghöfe und
  • die Verwaltung betroffen.
In Ludwigsburg sollen Kitas, öffentliche Dienststellen und Kreissparkassen geschlossen bleiben.
Verdi fordert in der Tarifrunde im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen unter anderem eine Erhöhung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober in Potsdam geplant.
Für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr fordert die Gewerkschaft unter anderem Entlastungstage, bessere Überstundenregelungen und mehr Urlaubsgeld. Hier ist die nächste Verhandlungsrunde für den 3. November geplant.