100 bis 200 Millionen Euro, soviel jagen die Deutschen in der Silvesternacht in die Luft. Laut dem Umwelt Bundesamt werden dabei rund 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das entspricht etwa 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. Diese feine Partikel fallen nicht sofort zu Boden, sondern bleiben für eine gewisse Zeit in der Atmosphäre. Messstationen verzeichneten am Neujahrstag 2017 Werte, die weit über den EU-Grenzwerten lagen. So wurde bereits eine Stunde nach Mitternacht in den Innenstädten Extremwerte von mehr als 1000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erreicht. Als Grenzwert in der EU gilt ein Tagesdurchschnittswert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter und darf laut Vorschrift nur an 35 Tagen im Jahr überschritten werden, teilt das Umwelt Bundesamt mit.

Der Jahresmittelwert 2017 lag in Ulm bei 17 µg/m³

Was ist Feinstaub?

Das sind Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen. Die winzigen Partikel sind mit bloßem Auge nicht wahrzunehmen. Lediglich während bestimmter Wetterlagen kann man Feinstaub in Form einer Dunstglocke sehen. Wichtige vom Menschen geschaffene Feinstaubquellen sind Kraftfahrzeuge, Heizwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, der Schüttgutumschlag, die Tierhaltung sowie bestimmte Industrieprozesse. In Ballungsgebieten ist vor allem der Straßenverkehr eine bedeutende Feinstaubquelle, wobei der Feinstaub nicht nur aus Motoren in die Luft gelangt, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes auf der Straßenoberfläche. (Quelle: Umwelt Bundesamt)

Wie gefährlich ist Feinstaub?

Die winzigen Partikel dringen in die Nasennebenhöhlen, in Bronchien und Lungenbläschen ein. Oft landen sie auch im Blut. Dies hat zur Folge, dass es zu Erkrankungen der Atemwege, von Herz, Lunge und Kreislauf kommt. Besonders gefährdet sind Asthmatiker. Wie schnell sich der Feinstaub an Silvester auflöst, hängt sehr stark von den vorherrschenden Wetterverhältnissen ab. Starker Wind verteilt die Schadstoffe recht schnell, ist es windstill kann sich die Luft recht schnell mit Feinstaub anreichern.

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