Insekten lösen bei vielen eklig aus – oder sogar Angst. Und das in manchen Fällen völlig zurecht. Denn einige der Krabbeltiere können für den Menschen wirklich zur Gefahr werden. Eines dieser kleinen gefährlichen Tierchen ist der Eichenprozessionsspinner. Die giftige Raupe hat sich innerhalb weniger Jahre in ganz Deutschland, besonders aber in Baden-Württemberg, ausgebreitet. Ein direkter Kontakt mit dem Tier kann Hautreaktionen und schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen - Auch im Winter. Doch was hilft dagegen?

Gefährliche Raupe: Das Gift des Eichen-Prozessionsspinners

Doch was genau macht den Eichenprozessionsspinner so gefährlich? Grundsätzlich ist der Falter ungefährlich. In einem bestimmten Stadium seiner Entwicklung kann er jedoch großen gesundheitlichen Schaden anrichten. Denn die Haare von älteren Raupen, ab dem dritten Larvenstadium, können leicht abbrechen und vom Wind in die Umwelt weitergetragen werden. Das darin ernthaltene Nesselgift „Thaumetopoein“ ist für den Menschen gefährlich.

Fenistil, Falle und Fressfeinde - was hilf gegen Eichenprozessionsspinner?

Fenistil: Im Sommer 2019 haben einige Apotheken mehr Fenistil verkauft also sonst. Grund dafür war der Eichenprozessionsspinner. Täglich kamen Kunden, die mit den giftigen Härchen der Raupe in Kontakt gerieten und der Hautreaktion mit dem Kühlgel Abhilfe schaffen wollten. Wie auch bei Mückenstichen hilft Fenistil mit seiner kühlenden Wirkung gegen den Juckreiz. Sollten die Reaktionen jedoch stärker sein, sollten betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Falle: Gegen den Eichenprozessionsspinner kann man auch mit Fallen vorgehen. Dabei werden die Raupen mittels Duftstoffen (meist natürlichen Aromen von Eichen) in einen Behälter gelockt, aus dem sie sich nicht wieder befreien können. Der Behälter erhitzt sich in der Sonne und die giftigen Brennhaare der Raupe werden unschädlich gemacht.

Fressfeinde: Der Eichenprozessionsspinner hat viele natürliche Feinde. Dazu zählen folgende Tiere, wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald erklärt:

  • Ei- und Raupenparasiten wie die Raupenfliegen und die Schlupfwespen
  • Räuberische Läferarten wie der Große Puppenräuber und Kleine Puppenräuber
  • Bestimmte Vögel wie Kuckuck und Pirol

Hautreaktionen, Wunden und Beschwerden durch Eichenprozessionsspinner

Bei einer Berührung mit den giften Härchen der Raupe, können diese Symptome auftreten:

  • Juckreiz und Ausschlag
  • Hautentzündungen
  • Nesselsucht
  • Augenreizungen
  • Reizung der oberen Atemwege
  • Atemnot
  • Schwindel
  • Fieber
  • In schlimmen Fällen: Anaphylaktischer Schock

Was hilft gegen den Eichen-Prozessionsspinner?

Um sich vor dem Gift des Eichen-Prozessionsspinners zu schützen, müsst ihr folgendes beachten:

  • Eichen genau in Augenschein nehmen
  • Befallene Areale meiden
  • Berührung mit Raupen und Nestern vermeiden

Was tun, wenn man mit den Raupenhaaren in Berührung kommt?

  • Die Kleidung wechseln, duschen und die Haare gründlich waschen
  • Kleidung bei 60 Grad waschen
  • Bei ersten Symptomen: Einen Arzt aufsuchen