Dass es für Stetten am kalten Markt viel schlimmer bei der Namensgebung hätte kommen können, zeigt ein Blick in das Bundeswehrforum: Dort steht auf die Frage, was man auf den Truppenübungsplatz auf dem Heuberg in Stetten am kalten Markt am besten mitnehmen solle, die Antwort: „Warme Unterwäsche, Stetten hat nicht umsonst den Beinamen, Stetten am kalten Arsch.“ Ein anderer schreibt: „Also Ziegen würd‘ ich nicht mitnehmen, es sei denn, du willst sie einfrieren.“ Womit wir auch schon bei der Schwanksage wären, die sich um den Namen der Stadt dreht: Ein Mann, so heißt es, ging vor vielen hundert Jahren Ende Juni  auf den Markt in Stetten. Er wollte dort seine Geiß verkaufen. Zunächst aber mochte sie keiner haben. Die Geiß stand und fraß, die Geiß stand und schaute, die Geiß stand und meckerte – und irgendwann stand sie nur noch. Sie tat keinen Mucks mehr und bewegte sich keinen Millimeter. Und als sich dann doch ein Käufer ihrer erbarmen wollte, mussten die beiden Männer feststellen, dass die Geiß erfroren war, und so hieß der Ort fortan Stetten am kalten Markt.

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