Der Hausberg der Stadt Weilheim an der Teck ist die Limburg. Einst soll dort, in einem Felsenloch, ein riesiger Drache gelebt haben. Ein wahres Untier war das, mit einem Magen, der täglich nach Menschenfleisch verlangte. Der Drache flog umher, packte mit seinen Krallen die Menschen und fraß ob Mann, ob Frau, ob Kind. Die Menschen flüchteten, und kein Ritter wagte es, dem Drachen entgegenzutreten. Als der Kaiser davon hörte, befahl er, per Los täglich zwei Bewohner auszuwählen, um sie dem Drachen zu opfern, damit alle anderen in Ruhe ihrem Tagewerk nachgehen könnten. Doch eines Tages fiel das Los auf seine Tochter. Der Kaiser war entsetzt, aber gegen seinen eigenen Befehl wollte er nicht verstoßen. So musste er zusehen, wie sein Schatz den Berg hinauf dem Tode entgegenging. Die Tochter war schon fast beim Drachen, als ein Ritter mit einer langen Lanze heranritt, direkt auf den Drachen zu. Das Untier spie Feuer, griff mit seinen Krallen nach dem Angreifer, doch der Fremde wich flink aus und stieß die Lanze mitten in des Drachen Herz. Das Untier fiel tot zu Boden, und sein Bezwinger ritt so schnell davon, wie er gekommen war. Manche sagen, er sei der Heilige Georg gewesen, andere sprechen vom Erzengel Michael. Aus Dankbarkeit bauten die Menschen für ihren Helden eine Kapelle auf dem Gipfel.

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