Als Folge der Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat könnten von der kommenden Woche an in Bayern alle Schulen geschlossen bleiben. Die Staatsregierung will Details zum weiteren Vorgehen am Freitag bei einer Pressekonferenz in München bekanntgeben. Auch in Stuttgart ist eine Sitzung angesetzt.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Donnerstag in Berlin bereits erklärt, dass landesweite Schulschließungen in Bayern notwendig werden könnten, um Situationen wie in Italien zu verhindern. Im Freistaat wurden (Stand Donnerstag) bisher mindestens 500 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Schulschließungen in Bayern werfen viele Folgefragen auf

Allerdings erklärte Söder auch, dass eine solche Entscheidung viele Folgefragen aufwerfe, die beantwortet werden müssten. Auch der Umgang mit Kitas und Pflegeheimen soll in Anbetracht der Infektionslage möglicherweise neu bewertet werden. Dem Vernehmen stehen Schulschließungen bis zum Beginn der Osterferien am 6. April im Raum.

Wegen der Ausbreitung des Virus waren am Donnerstag mehr als 100 Schulen in Bayern vollständig geschlossen. Davon betroffen waren fast alle Schularten, wie es auf einer Homepage des Kultusministeriums hieß. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 6000 Schulen. Am Donnerstag war der erste Todesfall in Bayern wegen des Virus bekanntgeworden, in Würzburg starb ein 80-Jähriger, wie die Behörden mitteilten.

Schulschließungen in Baden-Württemberg: Eisenmann äußert sich am Freitag

Auch Bayerns Nachbar-Bundesland Baden-Württemberg wird angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus über Schulschließungen nachgedacht. Eine Entscheidung will Kultusministerin Susanne Eisenmann am Freitag verkünden.

Schulschließung im Saarland: Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

Als erstes Bundesland hat indes das Saarland in der Nacht zu Freitag bekanntgegeben, dass Schulen und Kitas bis über Ostern hinweg geschlossen bleiben werden.