Immer mehr medizinische Labore im Land können den neuen Corona-Erreger „Sars-CoV-2“ feststellen. Neben dem LGA und den Unikliniken können inzwischen zehn private Labore die Analyse vornehmen. Der sogenannte PCR-Test liefert nach rund fünf Stunden Resultate.

Zunächst werden eventuell vorhandene Viren abgetötet, um die Gefahr für das Laborpersonal zu minimieren. Danach wird das Erbgut des Erregers isoliert. Im letzten Schritt wird ein Teil des Erbguts vervielfältigt und so das Virus nachgewiesen. Die Kapazität der Labore ist unterschiedlich, manche können mehrere hundert Proben am Tag untersuchen.

Wer wird getestet?

Wer überhaupt getestet wird, liegt im Ermessen der Ärzte. Der Fokus liegt auf Menschen mit grippeähnlichen Symptomen, die innerhalb von 14 Tagen vor der Erkrankung entweder in einem vom RKI benannten Risikogebiet waren oder Kontakt mit einer bestätigt infizierten Person hatten. Nach Angaben des LGA sind auch Menschen ohne Symptome testbar. Behörden und Krankenkassen halten das aber nicht für grundsätzlich sinnvoll.

Laut Sozialministerium kann jeder niedergelassene Arzt Testproben nehmen. Menschen aus den Risikogruppen werden dringend gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden, um keine anderen Praxisbesucher zu gefährden.

Um auch bei steigenden Fallzahlen eine Trennung zwischen normalen Patienten und Corona-Verdachtsfällen zu gewährleisten, will das Land zentrale Teststationen und mobile Besuchsdienste einrichten. In einigen Kreisen gibt es so etwas schon.

Test ohne Symptome muss Patient selbst übernehmen

Bis Ende Februar hatten die Krankenkassen die Kosten nur bei bestimmten Patienten übernommen. Inzwischen obliegt die Entscheidung dem Arzt.

Eine Testung ohne Symptome sollte grundsätzlich nicht durchgeführt werden, erklärt das Sozialministerium: „Wenn sich eine Person dennoch testen lässt, wird sie die Kosten selbst tragen.“ Der Preis steht auch noch nicht endgültig fest. Die Labore können 59 Euro abrechnen.