Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell wieder nach oben. Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) bei den Fallzahlen wochenlang im Januar und Februar einen Rückgang im Dashboard vermeldet hatte, stagnierten die Zahlen zunächst - und steigen seither in der Tendenz wieder leicht an und liegen kontinuierlich über de jeweiligen Werten der Vorwochen-Tage. Das kann mehrere Gründe haben: die zunehmende Ausbreitung von bisweilen aggressiveren Mutationen aus England, Südafrika und Kalifornien; das noch immer schleppende Tempo beim Impfen; die sukzessive Öffnung von Geschäften, Kosmetikstudios und Schulen infolge der Beschlüsse des Corona-Gipfels.
Inwiefern sich diese Lockerungen auch in den Fallzahlen niederschlagen, wird man sicherlich im Verlauf des Monats sehen. Wie hoch also sind die Corona-Zahlen in Deutschland mit Inzidenz und Neuinfektionen laut RKI-Dashboard heute, am Donnerstag, 11.03.2021? Und wie hoch sind sie im Vergleich zum Donnerstag der Vorwoche?

RKI-Fallzahlen für Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz und Neuinfektionen am 10.03.21

  • „Zeit Online“ berichtete, dass es 11.709 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.532.947 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt heute dem RKI zufolge bei 69,1. Gestern hatte er bei 65,4 gelegen. „Zeit Online“ meldet einen Wert von 71,4.
  • Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz pendelt deutschlandweit seit mehreren Tagen um die Marke 60, zuletzt häufiger leicht darüber. Während des seit Dezember andauernden harten Lockdowns war der Wert wochenlang zurückgegangen, bevor er im Verlauf der vergangenen Tage wieder stieg, dann sank und nun erneut stieg.
  • Tote: Nach Angaben des RKI wurden am Donnerstagmorgen 321 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Insgesamt gibt es in Deutschland damit 72.810 Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. „Zeit Online“ meldete 293 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • Genesene: Laut RKI haben sich 2.337.000 Menschen in Deutschland von einer Corona-Infektion erholt.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Er liegt bei 0,96. Gestern hatte er bei 0,97 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona-Zahlen in Deutschland: NRW vor Bayern und BW

Die meisten Neuinfektionen gab es laut Zeit Online im Vergleich der Bundesländer in Nordrhein-Westfalen mit 2348, dahinter rangierten Bayern mit 1617 registrierten Ansteckungen und Baden-Württemberg mit 1581 neuen Fällen. In Niedersachsen gab es demnach 1025, in Hessen und Sachsen 1010 respektive 1006 weitere Infektionen.

RKI-Dashboard: Aktuelle Corona-Zahlen und Inzidenz für die Kreise in Deutschland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an. Zum Dashboard geht es hier.

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Donnerstag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 118.006.153 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.619.676 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 29.152.716 Infizierte und 529.203 Tote.
  • Indien: 11.262.707 Infizierte und 158.063 Tote.
  • Brasilien: 11.202.305 Infizierte und 270.656 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.541.781 Infizierten und 72.858 Toten.

Video Erneute Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmen

Corona-Zahlen und Inzidenz in Deutschland: So sieht die Öffnungsstrategie aus

Beim Corona-Gipfel wurde hart gerungen um Lockerungen insbesondere für den Handel, ebenso um die dafür relevanten Inzidenzwerte. Hier ist eine grafische Darstellung der neuen Strategie.
Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen in der Tendenz wieder, dennoch gibt es einen Plan zu weiteren Öffnungen nach dem 22.03.
Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen in der Tendenz wieder, dennoch gibt es einen Plan zu weiteren Öffnungen nach dem 22.03.
© Foto: Bundesministerium der Finanzen

Neuinfektionen, Inzidenz, R-Wert und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.

Die Risikogebiete und Reisewarnungen wegen hoher Corona-Zahlen

Laut Robert Koch-Institut hat das Auswärtige Amt zuletzt ganz Griechenland zum Corona-Risikogebiet erklärt. Doch auf der RKI-Liste befinden sich altuell noch zahlreiche weitere Länder und Regionen. Welche sind das und wo gilt eine Reisewarnung? Infos für Urlaub und Reisen.

Stopp von Astrazeneca wegen möglicher Nebenwirkungen

Wegen schwerwiegender Nebenwirkungen und möglicher Gefahr für Blutgerinnsel hat Dänemark die Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff eingestellt.