In Baden-Württemberg ist seit Montag, den 8.02., klar: Die Ausgangssperre wird beendet. Der Verwaltungsgerichtshof hatte die Regel gekippt. Es steht die Frage im Raum, ob es auch im Nachbarland Bayern Lockerungen geben könnte. Nun hat sich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ebenfalls für ein Ende der abendlichen Ausgangssperre eingesetzt.„In meinen Augen ist jetzt auch die Sperrstunde nicht mehr angemessen“, sagte Aiwanger im Interview der Augsburger Allgemeinen am Dienstag.
Er wolle die Gefahren durch Corona keineswegs kleinreden und habe sich auch für die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken eingesetzt. „Dann muss man aber auch die zusätzlich gewonnene Sicherheit für Öffnungen nutzen, um wieder Steuergelder zu erwirtschaften und den Menschen nicht mehr Freiheitseinschränkungen abzuverlangen als nötig“, sagte Aiwanger vor dem Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch.

Aiwanger: Grundschulen, Kitas und Friseure sollen öffnen

Aiwanger forderte zudem die Öffnung von Grundschulen, Kitas und Friseurgeschäften. Zwar denke noch niemand daran, im Februar Kneipen und Discos zu öffnen, betont Aiwanger. „Ein Schuhgeschäft, das der Kunde wie beim Supermarkt-Besuch mit einer FFP2-Maske betritt, sollte aber auch wieder öffnen können“, sagte er. Es gelte, möglichst viel Normalität zuzulassen, ohne das Risiko unverhältnismäßig zu erhöhen.
Aiwanger spricht sich dafür aus, den Lockdown so zu beenden, wie er angegangen wurde: „Zuerst Friseure und Einzelhandel, dann in einem weiteren Schritt Gastro, Hotellerie und Veranstaltungen.“

Was wird beim Corona-Gipfel am 10.02.2021 beschlossen?

Neben der von Aiwanger angesprochenen Ausgangssperre werden beim Treffen der Ministerpräsidenten und Angela Merkel auch weitere Themen diskutiert und die Corona-Regeln möglicherweise entsprechend verschärft oder gelockert.
Es geht beim Corona-Gipfel am 10. Februar um Lockdown-Verlängerung, Schule, Friseur, Handel, Gastronomie und Co.
Wie die Bild am Dienstagmittag berichtet, möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Lockdown bis zum 1. März verlängern.