Nach drei Monaten Pause wird am Dienstag der Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg fortgesetzt. Um die zum Schutz vor dem Coronavirus geltenden Mindestabstände einhalten zu können, wird nicht mehr wie bisher im Landgericht Freiburg verhandelt. Erstmals findet der Prozess nun in einem großen Konzert- und Veranstaltungssaal einer Freiburger Kirchengemeinde statt. Zuletzt war Mitte Februar verhandelt worden. Seither ruht der Prozess. Die geplante Fortsetzung Mitte März sowie weitere Termine waren wegen Corona abgesagt worden.

Elf Männer sind angeklagt wegen Vergewaltigung

Der Prozess hatte Ende Juni vergangenen Jahres begonnen. Angeklagt sind elf Männer von 18 bis 30 Jahren wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige nachts vor einer Disco in Freiburg in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen. Mit Urteilen rechnet das Gericht frühestens Ende Juli.